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Blühkooperation Uffing

Blühkooperation Uffing

Blühkooperation Uffing

Information
Bürger | veröffentlicht am: 01 Oktober 2022 | bearbeitet am: 01 Oktober 2022

Eine Erfolgsgeschichte

Die Blühkooperation Uffing schaut auf zwei ereignisreiche Jahre der Zusammenarbeit zurück. Seit der Gründung im Juni 2020 haben wir in der Gemeinde Uffing bereits 7.700 m² Blühwiesen angelegt. Diesen Erfolg haben wir der großartigen Unterstützung von aktiven Landwirten, Grundbesitzern, zahlreichen Paten und der Gemeinde zu verdanken. 

Besonders schön hat sich die im letzten Jahr von den Mitarbeitern des Bauhofs am Wertstoffhof neu angelegte Blühfläche entwickelt. Da die Fläche neu modelliert und zuvor nicht landwirtschaftlich genutzt wurde, konnten sich die verschiedenen Wiesenblühpflanzen sehr gut entwickeln. In diesem Jahr haben die wilde Möhre, Rainfarn, wilde Malve und der gewöhnliche Natternkopf gute Bedingungen gefunden.

Auf den zuvor intensiv genutzten Wiesen muss jedoch zunächst die Grasnarbe aufgerissen werden, damit die Kräuter eine Chance haben. Die Wiese wird dazu mit einer Kreiselegge bearbeitet und die Blumensamen anschließend per Hand ausgesät.
Auf allen Flächen ist bereits im ersten Jahr nach der Aussaat eine deutliche Zunahme der Artenvielfalt zu beobachten, es blüht und summt viel intensiver als zuvor.

Interessant zu beobachten ist die Veränderung der Artenzusammensetzung im Laufe der Zeit. Auf manchen Flächen konnten sich die ausgebrachten Samen aber noch nicht wie gewünscht etablieren. Hier heißt es etwas Geduld zu haben und bei Bedarf nachzusäen. Manchmal braucht die Natur auch etwas Zeit und wir einen langen Atem.

Dabei ist es sehr wichtig, dass die Flächen extensiv bewirtschaftet, also weniger häufig gemäht und nicht gedüngt werden. Auf den Flächen im Naturschutzgebiet lässt sich beobachten, dass die Artenvielfalt auf selten gemähten Grünflächen deutlich höher ist als auf stark bearbeiteten Flächen. Seltenes Mähen kommt auch den Insekten wie Wildbienen, Schmetterlingen und Wanzen zugute.

Auf kleinen Flächen kann man sich an den Bedürfnissen einzelner Arten orientieren. Einige Schmetterlinge oder stängelbrütende Wildbienen brauchen zum Beispiel Pflanzen, die auch im Winter stehenbleiben.

Dass es sich lohnt, auch auf sehr kleinen Flächen etwas für die natürliche Artenvielfalt zu tun, zeigt sich sehr schön an der Sonnensteinstraße. Die Anwohner haben dort den Seitenstreifen in eine artenreiche Blühwiese verwandelt.

Meine Gespräche mit den Imkern in Uffing haben aber gezeigt, dass die Bienenvölker auch heuer nicht besonders gesund und leistungsfähig waren. Es mangelte auch in diesem Sommer an Nahrung, sodass die Honigernte wieder hinter den Erwartungen zurückblieb. Dies zeigt, wie wichtig es ist, möglichst viele Flächen zum Blühen zu bringen, um den Bienen und anderen Insekten Lebensraum und Nahrung zu bieten.

Bei Fragen oder wenn Sie bei der Blühkooperation Uffing mitwirken wollen, schreiben Sie an

Monika von Haaren

(veröffentlicht in Hoagart 05 | Oktober 2022, siehe unten, Seite 10)

 

Oktober 2022

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