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Otto Heinrich Muck (1892-1956) führte ein Leben, das voller Widersprüche steckte. Beruflich widmete er sich der Technik, doch in ihm schlummerte auch ein talentierter Grafiker, dessen Werke in bedeutenden Kunstzeitschriften veröffentlicht und in den Wiener Salons diskutiert wurden. Er arbeitete an der Herstellung von Kriegswaffen für die Nationalsozialisten, beschäftigte an seinem Uffinger Wohnsitz Zwangsarbeiter und unterhielt enge Beziehungen zu den Betreibern des Konzentrationslagers auf der Halbinsel Burg bei Seehausen - allerdings war er selbst mit einer jüdischen Frau verheiratet. Als „Edison vom Staffelsee“ hinterließ er über 2.000 Patente - unter anderem für einen Trockenrasierer und ein Unterwasser-Fernsehgerät -, in seinen späteren Jahren wurde er einer der einflussreichsten Forscher zum Mythos von Atlantis.
Vor 70 Jahren kam Otto H. Muck bei einem Autounfall ums Leben. Das DORFWELTEN-Heimatmuseum widmet anlässlich seines Todestages eine Sonderausstellung Mucks unkoventioneller Biographie: Von den Künstlerzirkeln Wiens über die Jahre als Erfinder und Ingenieur in Uffing hin zur Suche nach einem längst verlorenen Inselreich. Dabei wird auch ein dunkles Kapitel der Regionalgeschichte – die Zeit des Nationalsozialismus - anhand von Mucks Lebensweg näher beleuchtet.
Heimatmuseum der Gemeinde
Uffing am Staffelsee
Hauptstraße 16
82449 Uffing am Staffelsee