12 Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft
Am 14. September 1955 war Bundeskanzler Konrad Adenauer nach Moskau gereist, um mit der sowjetischen Führung über die Rückführung der noch in Russland lebenden deutschen Kriegsgefangenen zu verhandeln. Laut einem Pressebericht des Weilheimer Tagblattes vom 15. September 1955 wurde auch die Aufnahme diplomatischer Beziehungen schriftlich niedergelegt.
Über die Freilassung der Kriegsgefangenen gab es aber nur mündliche Zusagen durch die sowjetischen Führer Nikita Chruschtschow und Nikolai Bulganin. Bereits Ende September kamen die ersten Rückkehrer in Frankfurt an der Oder an.
Bei einem der Folgetransporte im Oktober war auch Friedrich Schaper dabei, der sich seit 1943 in russischer Kriegsgefangenschaft befand.
Einem Pressebericht vom 22. Oktober 1955 zufolge holten ihn am 20. Oktober 1955 Herr Bürgermeister Sebastian Buchner und Herr Gemeinderat Josef Furtmayr in München mit einem Auto ab.
Herzlich und mit viel Blumen wurde Friedrich Schaper von der Schuljugend und der Bevölkerung vor dem erst kürzlich in der Hauptstraße fertiggestellten Gemeindeamt begrüßt. Begleitet von der Blaskapelle Uffing und der Uffinger Bevölkerung ging dann Friedrich Schaper zu seiner Wohnung in der Murnauer Straße, wo ihn seine Ehefrau und seine zwei inzwischen herangewachsenen Söhne in Empfang nahmen. Sichtlich bewegt bedankte sich Friedrich Schaper für den großen Empfang in seiner Heimat. Friedrich Schaper zog mit seiner Familie 1963 nach Baden-Württemberg.
Franz Huber
(veröffentlicht in Hoagart 17 | Oktober 2025, siehe unten, Seite 35)
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