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Sa, Mär 7, 2026
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Theater in Schöffau - „GleisGeisterei“ - ein Spiel mit der Zeit

Theater in Schöffau - „GleisGeisterei“ - ein Spiel mit der Zeit

Theater in Schöffau - „GleisGeisterei“ - ein Spiel mit der Zeit

Information
Bürger | veröffentlicht am: 27 März 2025 | bearbeitet am: 27 März 2025

Schöffau – Die Theatergruppe des Trachtenvereins „Wachtbichler“ brachte in diesem Winter die unterhaltsame und tiefsinnige Komödie „GleisGeisterei“ von Ralph Wallner auf die Bühne.

Die ländliche Komödie in drei Akten drehte sich um die große Frage: Was wäre, wenn man die Zeit zurückdrehen könnte?
Mit viel Humor, skurrilen Charakteren und überraschenden Wendungen wurde die Geschichte eines kleinen Bahnhofs und seines Besitzers erzählt – eine Geschichte, in der die Zeit eine ganz besondere Rolle spielt.

Die Handlung: Wenn man nur eine zweite Chance hätte …

Im Mittelpunkt des Stücks steht Standl-Hans (gespielt von Johann Mayr), der Besitzer eines Bahnhofskiosks an einem längst stillgelegten Landbahnhof. Sein Leben verläuft in ruhigen, aber unzufriedenen Bahnen, bis plötzlich ein mysteriöser Fremder namens Giacomo da Capo (Johannes Buchberger) auftaucht. Er ist ein Zeitzauberer und kann, wie sein Name schon andeutet, die Zeit zurückdrehen.

Und plötzlich stellen sich große Fragen:
Was wäre, wenn Hans seine verpassten Chancen doch noch ergreifen könnte?
Könnte er die Fehler seiner Vergangenheit ungeschehen machen?
Könnte er seine große Liebe Mona (Bettina Mayr) doch noch für sich gewinnen?

Doch das Spiel mit der Zeit bleibt nicht ohne Folgen. Während die Uhren im Stück buchstäblich zurückgestellt werden, geraten das Leben von Hans und die gesamte Dorfgemeinschaft in ein turbulentes Chaos.

Der alte Landbahnhof bildet die ideale Bühne für dieses skurrile Theaterspiel. Ein Ort, an dem die Zeit scheinbar stehengeblieben ist, aber gleichzeitig eine zentrale Rolle spielt. Was passiert, wenn sich das Leben rückwärts bewegt? Was, wenn manche Menschen in der Vergangenheit hängenbleiben, während andere nur nach vorne schauen?

Die Theatergruppe aus Schöffau brachte diese Geschichte mit viel Gespür für Humor und Tiefe auf die Bühne. Die Darsteller schlüpften mit großer Spielfreude in ihre Rolle und machten die Charaktere lebendig: Da gab es unter anderem den trotteligen Oberschussel Fritz (Josef Weiß), die Grattlige Schranken-Susi (Helene Lory), den Schluckspecht Weichen-Wastl (Christoph Weiß), die Dingsbums Ursl (Johanna Weiß), die Hantige Bremsbichlerin (Agathe Dürr) und den Woaß-i-nimmer Radieserl-Rudi (Christian Schauer).

Eine starke Inszenierung mit regionalem Charme

Die Inszenierung von „GleisGeisterei“ begeisterte nicht nur durch eine unterhaltsame Geschichte, sondern auch durch eine detaillierte Ausstattung und liebevoll gestaltete Bühne mit überzeugenden Kostümen. Matthias Gretschmann sorgte dafür, dass sich die Zeit auf der Bühne tatsächlich zurückdrehte – ein echter Hingucker für die Zuschauer.

Die Theaterleitung lag in den Händen von Christian Schauer, der es schaffte, mit seinen Spielern und Spielerinnen die Mischung aus Komik, Spannung und philosophischer Tiefe gekonnt auf die Bühne zu bringen. Unterstützt wurde die Gruppe von Souffleuse Felicitas Riesemann sowie dem begabten Maskenteam Katharina Daisenberger und Marina Holzmann.

Ein Theaterabend, der zum Nachdenken anregt

Mit „GleisGeisterei“ bewies die Theatergruppe des Trachtenvereins Wachtbichler einmal mehr ihr Talent, humorvolle, aber dennoch tiefsinnige Geschichten auf die Bühne zu bringen.

Es geht um verpasste Chancen, um den Wunsch, die Vergangenheit zu ändern, und um die Erkenntnis, dass manches vielleicht genau so passieren muss, wie es geschieht.

Oder um es in unseren Worten zu sagen:

„Leider konn ma
de Zeit ned zruckdrahn
– is a besser so.
Wer woaß, was ma ois
durchanand bringa dad!“

Ein Stück, das zum Lachen bringt, zum Grübeln anregt und noch lange nachhallt!

Johanna Weiß
für die Schöffauer Theaterer

(veröffentlicht in Hoagart 15 | April 2025, siehe unten, Seite 44)

 

April 2025

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