Zum hiesigen Osterbrauchtum von uns Jais-Schwestern vom Eichenhof: Ida Prokesch hat Hühner, die weiße, hell- sowie dunkelbraune oder grünfarbene Eier legen; Ida weicht die Naturfarben aus Blütenblättern, Gehölzen, Gewürzen, die es in der Uffinger Apotheke portionsabgepackt sowie beim Ostermarkt in Benediktbeuern (evtl. Drogerie und auch anderswo) zu kaufen gibt, über Nacht in alten Kochtöpfen ein.
Am Karfreitag treffen wir Jais-Schwestern Ida, Cilly, Barbara und ich (Christl) sowie Tochter Eva und manchmal Freunde uns zum Eierfärben mit Naturmaterialien. Man geht mit Körbchen durch den Garten und die Wiese ums Haus, sammelt Blätter, Gräser und Blüten, Federn.
Auf die rohen, mit Essigwasser abgewischten Eier legt man das frische Grün, umwickelt und bindet es mit Verbandsmull oder sauberen Seidenstrumpfstoff fest. Die Eier werden sodann in der jeweiligen Farbbrühe hartgekocht. Jedes so gefärbte Osterei ist ein Unikat. Zum Glänzen fetten wir die Eier noch warm mit geräuchertem Schweinespeck ein. Die so entstandenen dekorativen Ostereier verteilen wir in getöpferten Schüsseln, auf Tellern oder Schalen auf Moos und mit Weidenzweigen und Grünem umrandet für den Osterfrühstückstisch. Am Ostersonntagmorgen kann man hartgekochte, gefärbte Eier mit Osterlamm, Brot, Geräuchertem und Salz im festlichen Weidenkörbchen zur Weihe in die Kirche mitnehmen.
Christine Matthes
(veröffentlicht in Hoagart 19 | April 2026, siehe unten, Seite 27)
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