Bei der Hausnamenfolge, beginnend mit der Ausgabe 19 des Bürgerblatts, kommen wir zur „Jugendherberge“, Achleitenweg 1, bis 1859 Haus Nr. 57, bis 1970 Haus Nr. 64.
Das bereits im 16. Jahrhundert existierende Anwesen war ein 1/16-Hof ohne Vieh. Die in den Kirchenbüchern verzeichneten Hausnamen „Dagapper“ und „Kühiasl“ geben keinen Rückschluss auf die Namensherkunft. Die Besitzer waren bis ins 19. Jahrhundert Taglöhner, Schneider, Kohlenbrenner, Sattler und Schreiner. Das Haus wechselte meist nach längstens zwei Generationen den Besitzer. Im Jahre 1903 erwarb Schreinermeister Georg Heel das Anwesen, meldete eine Schreinerei und seine Frau eine Näherei an. Das Jugendherbergswerk kaufte 1925 das Gebäude. Am 3. Mai 1925 wurde die für 50 Jugendliche ausgestattete Jugendherberge eröffnet. Zehn Herbergseltern betreuten bis 1980 die immer gut belegte Herberge. In diesem Jahr kaufte die Ärztin und Künstlerin Dr. Hildegard Bürger das Haus. Viele werden sich noch an die Vorführungen des Kasperltheaters mit den selbst hergestellten Figuren erinnern. Frau Dr. Bürger verstarb im Jahr 2021. Ihre Erben verkauften 2023 an das Arztehepaar Helmke/Höfling.
Franz Huber
(veröffentlicht in Hoagart 15 | April 2025, siehe unten, Seite 25)
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